Eigens für die AETAS Kinderstiftung hat der Autor Iwan Andreas eine Geschichte in 24 Teilen geschrieben und aufgenommen. Sie wartet nun hinter den Türchen des Adventskalenders auf alle Familien – jeden Tag eine Audio-Datei zum Anhören und eine PDF-Datei zum Vorlesen oder selber Lesen.

Im Rahmen unserer Corona-Krisenberatung möchten wir mit unserem Adventskalender jeden Tag kleine Kraftquellen schaffen. Nicht nur die Geschichte als Ganzes handelt davon, wie Widrigkeiten überwunden werden. Auch jeder einzelne Teil bietet einen Aspekt, der Mut macht und die eigenen Gedanken und Gefühle stärkt.

 

 

„Nachsitzen für die Zukunft“: Während Albrecht, Fancy, Garry und Luna in der Bibliothek das verhasste Nachsitzen abbummeln, passiert auf dem Dach der Schule Unglaubliches: Ein unbekanntes Flugobjekt mit den drei Passagieren Nuro, Malo und Urso landet unsanft. Kaum haben die Kinder die Strafzeit hinter sich, laufen sie den Zeitreisenden in die Arme – und starten in ein Abenteuer …

Sieben Kinder der AETAS Kinderstiftung hatten in den vergangenen sechs Wochen unter Anleitung von Manuel Boecker und Ute Reiber von Kultur Le Muc das Hörspiel erarbeitet. Das Projekt wurde mit 5.000,00 Euro gefördert von der Allianz für Kinder in Bayern e. V.

Virtuell statt Pelkovenschlössl

Am mit Spannung erwarteten Premieren-Tag hatte die Corona-Ampel zugeschlagen: Ein Präsenztermin war nicht mehr möglich. Statt am Abend des 10. November feierlich im Pelkovenschlössl zusammenzukommen, trafen sich die Beteiligten und Interessierten auf Zoom. Das hatte nicht nur Nachteile: Bei der virtuellen Aufführung war die Zahl der Teilnehmenden nicht begrenzt, so dass fast doppelt so viele Personen die Darbietung verfolgen konnten. Die erste Hälfte des Hörspiels wurde von den Kindern live gelesen, die zweite als fertiges Hörspiel abgespielt. Den Scheck der Allianz für Kinder in Bayern überreichten derweil Thomas Leibold, Petra Dittmann und Châu Báu Tang-Rupp in den Räumen der AETAS Kinderstiftung an die fachliche Leitung Tita Kern.

Ziel dieses Projektes war es, die Betroffenen in Kontakt miteinander und ihrer Kreativität zu bringen. Die teilnehmenden Kinder und Jugendlichen sollten Lust bekommen, ihre Fantasie zu nutzen, um sich mit ihrer Stimme hörbar in die Gruppe einzubringen. Darüber hinaus besteht mit der Hörspielaufnahme eine bleibende Erinnerung an das gemeinsame Projekt als Zeitdokument – nachzuhören auch für alle Interessierten auf YouTube:

https://youtu.be/-cSv1vn3sZM

Ein Wesen mit graubraunem Rumpf streckt seine regenbogenfarbenen Glieder von sich. Ein Vierfüßler lässt seine pfeilartige Zunge hervorschnellen, die länger ist als sein grüner Kopf. Ein drittes Tier trägt zwei Höcker auf einem getigerten Körper: So fantasievoll und unverwechselbar sind die Krafttiere, die in dem digitalen Workshop der AETAS Kinderstiftung auf der Münchner Woche für Seelische Gesundheit entstanden sind.

Die Veranstaltung „Kreative Ressourcenarbeit mit Kindern – Wir lassen unser Krafttier entstehen“ war eine von fünf Veranstaltungen, mit denen sich die AETAS Kinderstiftung an der Woche für Seelische Gesundheit vom 7. bis 15. Oktober 2021 beteiligte und die auf großes Interesse stießen.

Krisen betreffen früher oder später im Leben alle Menschen, spätestens seit der Corona-Krise ist das klar. Die Woche der Seelischen Gesundheit bot ein Forum, um sich auszutauschen und zu informieren. Auf über 185 Veranstaltungen und einer digitalen Messe konnten Interessierte, Fachkräfte und Betroffene Hilfsangebote kennenlernen, zusammenfinden und Neues entdecken.

Teil einer erfolgreichen Woche

Bevor am 14. Oktober im Workshop die Krafttiere entstanden, hatten bereits am 11. Oktober Interessierte in dem Vortrag „Kindern in Krisen ein Leuchtturm sein – die AETAS Kinderstiftung stellt sich vor“ die Arbeit der KinderKrisenIntervention kennenlernen können. Am Abend des 14. Oktober informierten sich Fachkräfte und andere Interessierte zum Thema „Kinder in Krisen unterstützen“. Zum Abschluss der Woche am 15. Oktober ließen sich Interessierte zur Frage „Familien während der Corona Pandemie – Was wissen wir (bisher) über die seelische Gesundheit von Kindern, Jugendlichen und Eltern?“ auf den aktuellen Erkenntnisstand bringen.

Zusätzlich trat die AETAS Kinderstiftung in der Veranstaltung „Eine Krise – drei Angebote“ am 12. Oktober auf. Gemeinsam mit Sybille Loew von der Münchner Insel Krisenberatung und Heidi Graf von Die Arche Suizidprävention sprach der stellvertretende Leiter Simon Finkeldei über die Bewältigung einer komplexen Krisensituation aus unterschiedlichen Perspektiven.

Wir freuen uns, Teil einer erfolgreichen Münchner Woche für Seelische Gesundheit gewesen zu sein!

 

„Alles Krise, oder was?!“, lautet das Thema der Woche für Seelische Gesundheit vom 7. bis 15. Oktober 2021. Das Münchner Bündnis gegen Depression richtet die Woche aus – die AETAS Kinderstiftung ist als Partnerin dabei.

Spätestens seit Corona haben viele Menschen das Gefühl, in einer Welt der permanenten Krisen zu leben. Wie gehen wir damit um? Welche Strategien zum Umgang mit Krisen gibt es? Wie erhalten wir trotz Krise unsere seelische Gesundheit? Die Woche für Seelische Gesundheit bietet ein Forum, um sich zu informieren und sich auszutauschen.

Wegen der Corona-Pandemie findet die Messe zum großen Teil digital statt. Die AETAS Kinderstiftung ist mit einem digitalen Messestand vertreten. Außerdem bieten wir drei Veranstaltungen an: Am 11. Oktober stellen wir die Arbeit der KinderKrisenIntervention vor. Am 14. Oktober entsteht in einem Kreativ-Workshop mit Kindern ein ganz individuelles Krafttier. An Erziehende – nicht nur in Zeiten von Corona – richtet sich der Kurzvortrag ebenfalls am 14. Oktober „Kinder in Krisen unterstützen“.

Mehr Informationen und das gesamte Programm finden Sie hier:

www.woche-seelische-gesundheit.de

Direkt zu unserem digitalen Messestand auf der Woche der Seelischen Gesundheit geht es hier:

https://www.woche-seelische-gesundheit.de/digitale-messe/digitale-messe/details/organisation/aetas-kinderstiftung/index.html

KinderKrisenIntervention

Im Rahmen des vom Bayerischen Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales geförderten Projektes „Kurswechsel“ hat die AETAS Kinderstiftung am 22.07.2021 mit einer Onlinebefragung begonnen. Zielgruppe sind alle, die sich in der Krisenintervention, Notfallseelsorge oder ähnlichen akut versorgenden Systemen engagieren.

Der Link zur Umfrage finden Sie hier.

Hintergrund ist der Projektauftrag zur Darstellung und Verbesserung der psychosozialen Versorgung von Kindern, Jugendlichen und deren Bezugssystemen nach bestimmten Gewalttaten.

Der inhaltliche Fokus liegt dabei auf der Versorgung nach Suizid/-versuch sowie versuchter/vollendeter Tötung. Hierbei interessieren uns die Erfahrungen und das Wissen aus Einsätzen der Akutbetreuung von Betroffenen der genannten Gewalttaten.

Als kleines Dankeschön für die Teilnahme an der Befragung lädt die AETAS Kinderstiftung alle Teilnehmenden zu einer kostenfreien Online-Schulung ein. Neben der Vorstellung der Forschungsergebnisse werden Besonderheiten bei der Akutbetreuung von Kindern, Jugendlichen und deren Bezugspersonen nach Indikationen wie Suizid/-versuch oder versuchter/vollendeter Tötung im Fokus dieser Veranstaltung stehen.

Anliegen und Projekthintergrund

Im Jahr 2018 verstarben in Deutschland insgesamt 954.874 Menschen, davon allein 9.396 Personen durch Suizid. Das waren über 25 Personen pro Tag. Die Zahl der Suizidversuche sowie die von den Dachgesellschaften geschätzten Dunkelziffern steigern den Umfang dieser tragischen Thematik um ein Vielfaches. Männer nahmen sich deutlich häufiger das Leben als Frauen. Rund 76 Prozent der Selbsttötungen wurden von Männern begangen. Besonders betroffen ist bei den Männern die Altersgruppe von 50 bis 55 Jahren – ein Lebenszeitraum, in dem vielfach bereits eine Familie gegründet wurde und Kinder und Jugendliche mit im Haushalt leben. Die Forschung belegt vielfältige Auswirkungen dieser tragischen Ereignisse auf das enge soziale Umfeld. Das Anliegen dieses Projektes ist die Versorgung mitbetroffener Kinder und Jugendlicher zu untersuchen, sowie Unterstützungsmöglichkeiten für Betroffene und Fachkräfte aufzuzeigen.

Bitte unterstützen Sie unser Anliegen und nehmen Sie sich die Zeit für unsere Befragung. Weitere Informationen zum Projekt „Kurswechsel“ oder zur KinderKrisenIntervention erhalten Sie auf dieser Website oder unter 089-1598696-0. Gerne können Sie uns unter auch eine E-Mail schreiben.

 

 

Eigentlich gehört er zum Jahreskalender der AETAS Kinderstiftung wie Weihnachten und Ostern: unser Klettertag. Nur ist diese Veranstaltung nicht nur pandemie-, sondern auch wetteranfällig. Deswegen mussten wir nicht nur im vergangenen Jahr darauf verzichten. 2021 spielte zum Glück alles mit: die Inzidenzzahlen und das Wetter.

So ging es am 3. Juli für drei Betreuer*innen der Kinderstiftung mit sechs Familien in den Kletterwald Vaterstetten. Anders als üblich nahmen die acht Kinder mit ihren „eigenen Großen“ daran teil – um die Corona-Regeln einzuhalten, kletterten sie mit Erwachsenen aus ihrem Haushalt, nicht mit Fachkräften der Kinderstiftung. Auch konnten wir leider nicht so viele Familien mitnehmen, wie gerne teilgenommen hätten. Das bedauern wir für die Daheimgebliebenen sehr. Der Freude der Mitgefahrenen tat es  keinen Abbruch. Hoch in den Bäumen erprobten sich die Großen und die Kleinen, professionell ausgerüstet und gesichert mit Helm und „Ropeglider“.

Alle genossen Tag und wir hoffen, dass es auch 2022 wieder heißen kann:

„Wir wollen hoch hinaus!“

Kinder- und Jugendhilfe, Erziehung und Bildung gehören zu den Satzungszwecken der Moving Child gGmbH. „Unterstützung von Traumabewältigung von Kindern und deren Eltern“ nennt die Satzung der Stiftung ausdrücklich als ihren Zweck, und damit war das „Match“ von Moving Child und AETAS Kinderstiftung perfekt: Macht doch die Unterstützung von Kindern und Familien nach potenziell traumatisierenden Erlebnissen die Arbeit der AETAS Kinderstiftung aus.

Über einen Zeitraum von drei Jahren fördert Moving Child die KinderKrisenIntervention der AETAS Kinderstiftung. Gefördert werden dabei eine Personalstelle und ein ganz besonderes Anliegen: eine Nachhilfe-Unterstützung. Nach einem traumatischen Ereignis kämpfen Kinder oft mit Problemen in der Schule. Sie können sich nur schwer konzentrieren, ihre schulischen Leistungen lassen nach. Dies belastet die Kinder zusätzlich zu ihren ohnehin schon einschneidenden Erlebnissen. Viele Familien können sich aber Einzel-Nachhilfeunterricht nicht leisten. Moving Child fördert deshalb zusätzlich drei Jahre lang nach Bedarf Einzel-Nachhilfeunterricht für Kinder, die von der AETAS Kinderstiftung begleitet werden.

„Wir freuen uns sehr über diese großzügige Förderung. Damit leistet Moving Child einen wertvollen Beitrag, um auch in Zukunft akut traumabelastete Kinder und Jugendliche und deren Familien schnell und kostenfrei unterstützen zu können“, sagt Florian Rauch, Geschäftsführer der AETAS Kinderstiftung.

Mehr über Moving Child erfahren Sie hier (externer Link).

„Gerade in diesen schwierigen Zeiten möchten wir Kinder und Jugendliche stärken, ihnen Wege aufzeigen, wie sie mit stressigen Situationen umgehen und für ihre psychische Gesundheit selbst Sorge tragen können“, sagt Annette Heuser, Geschäftsführerin der Beisheim Stiftung. Die Beisheim Stiftung fördert deshalb eine Reihe von Projekten, um einen Beitrag zur gesellschaftlichen Bewältigung der Covid-19-Krise zu leisten – die AETAS Kinderstiftung gehört zu diesen Projekten. „Die Münchner AETAS Kinderstiftung ist in der Covid-19-Krise mit ihrer KinderKrisenIntervention besonders gefordert“, stellt die Beisheim Stiftung fest und fördert deshalb die Akut- und Regelberatung der AETAS Kinderstiftung.

Die Akut– und Regelberatungen sind das Herzstück der Arbeit der AETAS Kinderstiftung. Hier leisten wir professionelle KinderKrisenIntervention nach einem eigens entwickelten traumaspezifischen Frühinterventionsansatz. Der Bedarf an Akut- und Regelberatungen steigt stetig. Die Akutberatungen fangen die Betroffenen in den ersten zehn Tagen nach einem traumatischen Ereignis wie dem Suizid eines Elternteils oder dem Bezeugen eines Unfalls oder einer Gewalttat auf. Die Betroffenen erhalten ohne bürokratischen Aufwand einen Erstkontakt binnen 24 Stunden, eine 24-Stunden-Notfallnummer und eine intensive Begleitung durch eine*n Traumafachberater*in.

Derweil sind die Regelberatungen langfristiger angelegt. Hier werden die Kinder über einen Zeitraum von mehreren Monaten (in der Regel drei bis zwölf Monate) begleitet und stabilisiert. Sollte im Anschluss eine weiterführende psychologische Betreuung notwendig sein, hilft, vermittelt und überbrückt die AETAS Kinderstiftung.

In diesem und im kommenden Jahr unterstützt die Beisheim Stiftung die Akut- und Regelberatung der AETAS Kinderstiftung – eine wertvolle Hilfe in einer schweren Zeit!

Die Beisheim Stiftung entwickelt eigene Programme und fördert Projekte, die die aktive Mitwirkung an der Gesellschaft zum Ziel haben. Im Themenfeld Gesundheit fördert die Stiftung wirkungsvolle Ansätze zur Stärkung der mentalen und körperlichen Gesundheit junger und älterer Menschen. Ein Schwerpunkt liegt auf der Aufklärung und Prävention von psychischen Krankheiten sowie auf der Förderung einer ausgewogenen Ernährungs- und Lebensweise. Im Sinne ihres Stifters Otto Beisheim handelt sie unternehmerisch und partnerschaftlich.

Wir sagen danke für die Unterstützung!

In einem Jahr, in dem wegen der Corona-Pandemie das Zusammenrücken mit manchen unserer lieben Menschen nur schwer oder gar nicht möglich war, hatten wir uns etwas einfallen lassen. So standen die Weihnachtszeit und das Jahresende bei der AETAS Kinderstiftung unter den Themen: „In Verbindung bleiben“, “Zusammenhalt spüren“, „Füreinander da sein“ und „Mitnehmen und Loslassen“.

In den vier letzten Wochen des Jahres wurden auf diese Weise Nähe und  Verbindung auf ganz besondere Art spürbar: Durch die Entfernungskunstwerke, Gemeinschaftsmärchen, Miteinandersterne, Erinnerungsblumen und Loslassblätter unserer Dezemberaktionen.

Ute Reiber und Manuel Boecker von KULTUR LE MUC begleiteten die Kinder und Familien mit inspirierenden Geschichten, Bastelanregungen und Ideen zum selbst kreativ Werden auf dieser zauberhaften Reise durch den Dezember.

Wir freuen uns, dass so viele Familien diese magische Zeit, in der das neue Jahr sich bereit machte, mit uns erlebt haben und Spaß an unseren Aktionen hatten!

Lichterfest 2020 der AETAS Kinderstiftung

In diesem Jahr ist durch die Corona-Pandemie so vieles anders als gewohnt gewesen und ist es noch. Darum wollten wir als AETAS Kinderstiftung zumindest auf ein liebgewonnenes Ritual nicht verzichten: das Lichterfest. Wenn die Tage kürzer werden und sich das Jahr dem Ende zuneigt, kommen wir zusammen, lassen das Jahr noch einmal an uns vorüberziehen und machen es uns gemütlich. Das konnten wir in diesem Jahr nur virtuell tun – umso schöner, dass und wie es dennoch geklappt hat!

An dem kurzfristig auf die Beine gestellten Online-Event nahmen zwölf Familien teil, das waren 14 Erwachsene und 22 Kinder. Zusammen mit den neun Teammitgliedern und drei Kindern waren dies 48 Personen – eine Anzahl, über die wir uns sehr gefreut haben!

Auch die Schauspielerin Ute Reiber und der Schauspieler Manuel Boecker waren wie in den vergangenen Jahren dabei. Sie erzählten dieses Jahr nicht von Frederik Maus, sondern davon, wie aus dem kleinen Jungen Artus ein weiser und tapferer König wurde. Auch am Bildschirm schlugen die beiden ihr Publikum in den Bann.

Da das Licht nicht gemeinsam gebastelt werden konnte, hielten alle Teilnehmenden zu Hause ein Licht oder eine Laterne bereit. Wie gewohnt wurde es schließlich als Jahresritual gemeinsam entzündet – und möge nun durch die dunkle Jahreszeit tragen …