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Tod und Sterben

Trauer ist für Kinder und Jugendliche oft ein noch intensiverer Prozess als für Erwachsene. Eine nahe Bezugsperson, Mutter oder Vater zu verlieren, ist ein massiver Lebenseinschnitt. Die Gedanken und Gefühle eines Kindes können nachhaltig durcheinander geraten und es kann notwendig werden, sich Hilfe zu holen.

Seele und Körper

Federicas* Vater leidet an einer schweren Krebserkrankung.
Er wird bis zu seinem Tod zuhause versorgt. Federica erlebt Diagnose, Verlauf der Krankheit, Pflege, Sterben und Tod des Vaters hautnah mit. Das Verhältnis der beiden ist eng und liebevoll. Federica kann kaum ertragen, dass ihr Vater kurz vor seinem Tod große Schmerzen hat, nur noch zeitweilig ansprechbar ist, viel schreit und zuletzt weder seine Tochter noch seine Umgebung erkennt.

Die Frage nach dem „Danach“ beschäftigt Federica sehr, sie wirkt in sich gekehrt und traurig. Die bislang gute Schülerin findet es immer schwieriger, sich in der Schule zu konzentrieren, und auch die Lehrerin macht sich zunehmend Sorgen, da Federica oft leere Blätter abgibt.

In der Begleitung entwickelt Federica ein Bild vom Zusammenspiel von Körper und Seele. Ihr Bild von einer glücklichen Seele, ohne Schmerzen, ermöglicht ihr nach und nach, sich auch schmerzhaften Themen anzunähern und die sehr fordernde Krankheitsgeschichte des Vaters aufzuarbeiten.

Federica ist eines der Kinder, das seit 2013 von der AETAS Kinderstiftung betreut wurde. Drei Monate nach dem Tod des Vaters wurde auf Anraten der Schule die AETAS Kinderstiftung von der Mutter hinzugezogen. Insgesamt erfolgten 8 Regeltermine mit Federica, einige Gespräche mit der Mutter und ein Austausch mit der Schule in einem Zeitraum von 16 Monaten.

*Dieser Text ist ein Auszug aus dem Berichtsheft der AETAS Kinderstiftung. Zum Schutz der Betroffenen wurden alle Namen geändert.