In der Krise
Kinder in ihrem Selbstvertrauen bestärken!

Tötung

Ein Gewaltverbrechen innerhalb einer Familie gehört wahrscheinlich zum Schlimmsten, was ein Kind erleben kann. Wenn ein Kind eine solche erschütternde Erfahrung machen musste, sind wir für es da.

Am Grab von Mama

Marios* Eltern leben getrennt, die Sorgerechtsverhandlung ist hoch strittig. Eines Morgens passt der Vater Marios Mutter auf deren Arbeitsweg ab und sticht ohne Vorwarnung mit einem Messer auf sie ein. Sie verstirbt noch am Tatort.

Mario verliert durch die Tat nicht nur eine, sondern beide wichtigsten Bezugspersonen in seinem Leben. Er wird liebevoll von seiner Tante und seinem Onkel aufgenommen. Er weint viel, ist nicht zu trösten, möchte auf keinen Fall über Mama und Papa sprechen, kann nicht einschlafen und hat Albträume.

Im Rahmen der Begleitung durch die AETAs Kinderstiftung entsteht nach und nach ein „Mama-Buch“, das neben wichtigen Erinnerungen an Marios Mama auch seine Sorgen und Bilder zu den einzelnen Beratungsschritten beinhaltet. So entsteht in der Nachbereitung eines gemeinsamen Besuchs am Grab der Mutter das umseitige Bild. Mario stellt dar wie er seinen Gefühlen, in einem an seine Mama geschriebenen Brief, Ausdruck verleiht.

Mario ist eines der Kinder, das seit 2013 von der AETAS Kinderstiftung betreut wurde. Unmittelbar nach der Tat wurde die  AETAS Kinderstiftung vom KIT München (Krisenintervention im Rettungsdienst) hinzugezogen. Insgesamt erfolgten 12 Akuttermine direkt nach dem Ereignis. Die Regelbegleitung dauert aktuell noch an.

*Dieser Text ist ein Auszug aus dem Berichtsheft der AETAS Kinderstiftung. Zum Schutz der Betroffenen wurden alle Namen geändert.