Wertvolle Hilfe der Beisheim Stiftung

„Gerade in diesen schwierigen Zeiten möchten wir Kinder und Jugendliche stärken, ihnen Wege aufzeigen, wie sie mit stressigen Situationen umgehen und für ihre psychische Gesundheit selbst Sorge tragen können“, sagt Annette Heuser, Geschäftsführerin der Beisheim Stiftung. Die Beisheim Stiftung fördert deshalb eine Reihe von Projekten, um einen Beitrag zur gesellschaftlichen Bewältigung der Covid-19-Krise zu leisten – die AETAS Kinderstiftung gehört zu diesen Projekten. „Die Münchner AETAS Kinderstiftung ist in der Covid-19-Krise mit ihrer KinderKrisenIntervention besonders gefordert“, stellt die Beisheim Stiftung fest und fördert deshalb die Akut- und Regelbegleitung der AETAS Kinderstiftung.

Die Akut– und Regelbegleitungen sind das Herzstück der Arbeit der AETAS Kinderstiftung. Hier leisten wir professionelle KinderKrisenIntervention nach einem eigens entwickelten traumaspezifischen Frühinterventionsansatz. Der Bedarf an Akut- und Regelbegleitungen steigt stetig. Die Akutbegleitungen fangen die Betroffenen in den ersten zehn Tagen nach einem traumatischen Ereignis wie dem Suizid eines Elternteils oder dem Bezeugen eines Unfalls oder einer Gewalttat auf. Die Betroffenen erhalten ohne bürokratischen Aufwand einen Erstkontakt binnen 24 Stunden, eine 24-Stunden-Notfallnummer und eine intensive Begleitung durch eine*n Traumafachberater*in.

Derweil sind die Regelbegleitungen langfristiger angelegt. Hier werden die Kinder über einen Zeitraum von mehreren Monaten (in der Regel drei bis zwölf Monate) begleitet und stabilisiert. Sollte im Anschluss eine weiterführende psychologische Betreuung notwendig sein, hilft, vermittelt und überbrückt die AETAS Kinderstiftung.

In diesem und im kommenden Jahr unterstützt die Beisheim Stiftung die Akut- und Regelberatung der AETAS Kinderstiftung – eine wertvolle Hilfe in einer schweren Zeit!

Die Beisheim Stiftung entwickelt eigene Programme und fördert Projekte, die die aktive Mitwirkung an der Gesellschaft zum Ziel haben. Im Themenfeld Gesundheit fördert die Stiftung wirkungsvolle Ansätze zur Stärkung der mentalen und körperlichen Gesundheit junger und älterer Menschen. Ein Schwerpunkt liegt auf der Aufklärung und Prävention von psychischen Krankheiten sowie auf der Förderung einer ausgewogenen Ernährungs- und Lebensweise. Im Sinne ihres Stifters Otto Beisheim handelt sie unternehmerisch und partnerschaftlich.

Wir sagen danke für die Unterstützung!

Stellenanzeige: Traumafachberater*in gesucht

Die AETAS Kinderstiftung sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt
eine*n Traumafachberater*in für Montag bis Freitag mit 35-40 Wochenstunden.

Die AETAS Kinderstiftung begleitet, betreut und berät traumabelastete Kinder/Jugendliche sowie ihre persönlichen und professionellen Bezugspersonen nach hochbelastenden Lebensereignissen. Wir arbeiten nach dem Grundkonzept der Aufsuchenden Psychosozial-Systemischen Notfallversorgung (APSN).

Für unser Projekt mit den Schwerpunkten Screening, Psychoedukation, belastungs-, trauer-, oder traumaspezifische Stabilisierung und Familienberatung suchen wir zum nächstmöglichen
Zeitpunkt eine*n Mitarbeiter*in für die Akut- und Regelversorgung sowie Unterstützung der Bereiche Datenbank, Verwaltung und Veranstaltungen.

Wir wünschen uns

  • Entweder Hochschulabschluss mit sozial-/humanwissenschaftlicher Ausrichtung und psychosoziale Praxiserfahrungen
    oder qualifizierten Berufsabschluss im psychosozialen Bereich (mind. 3-jährige Berufsausbildung) und mind. 3-jährige Berufstätigkeit im psychosozialen Bereich
  • Anerkannte beraterische oder therapeutische Zusatzausbildung oder Bereitschaft diese zu erwerben
  • Traumaspezifische Weiterbildung oder Bereitschaft diese zu erwerben
  • Erfahrung in der niederschwelligen Beratung von Kindern und Erwachsenen
  • Bereitschaft das Beratungsmodell APSN zu erlernen und umzusetzen
  • Bereitschaft aufsuchend zu arbeiten und im Durchschnitt ein Bereitschaftswochenende pro Monat zu übernehmen
  • Hohes Maß an psychischer Stabilität und Bereitschaft sich auf unsere Hauptberatungsthemen wie Sterben, Tod, Gewalt und aktuelle Krisen einzulassen
  • Flexibilität und Teamfähigkeit sowie Bereitschaft zu weiterführender Qualifizierung
  • Interesse an einer langfristigen Zusammenarbeit

Wir bieten u. a.

  • Möglichkeit zum eigenverantwortlichen Arbeiten
  • Mitarbeit in einem erfahrenen Fachteam
  • Supervision
  • Möglichkeit zur weiterführenden Qualifizierung (Eine abgeschlossene Zusatzausbildung in Fachberatung – Psychotraumatologie, anerkannt von der Deutschsprachigen Gesellschaft für Psychotraumatologie (DeGPT) und der Bundesarbeitsgemeinschaft Traumapädagogik (BAG), ist bei der Einstellung nicht zwingend erforderlich, muss aber mit Arbeitsbeginn nachgeholt werden.)

Bitte richten Sie Ihre Bewerbung vorzugsweise in elektronischer Form an

AETAS Kinderstiftung
Dantestr. 29
80637 München

Weitere Informationen erteilt Ihnen gerne
Frau Tita Kern, Tel.: 089- 159 86 960

Danke an die Avast-Stiftung

Die Stiftung des tschechischen Cybersicherheitsunternehmens Avast, die Avast Foundation, unterstützt die AETAS Kinderstiftung. Es ist ein großzügiger Betrag, welcher der Akut- und Regelbegleitung der AETAS Kinderstiftung zugute kommt. Die Akut- und Regelbegleitungen sind das Herzstück der Arbeit der AETAS Kinderstiftung. Hier leisten wir professionelle KinderKrisenIntervention nach einem eigens entwickelten traumaspezifischen Frühinterventionsansatz.

In dem Programm „Together with Employees“ („Gemeinsam mit den Mitarbeitern“) dürfen die Mitarbeiter des tschechischen Cybersicherheitsunternehmens Avast eine Initiative auswählen, die von der Avast-Stiftung unterstützt wird. 

Die Mitarbeiter der Münchner Niederlassung des Unternehmens hatten den Wunsch, Kinder und Jugendliche in der Region München zu unterstützen. Bei der Suche wurden sie auf AETAS Kinderstiftung aufmerksam und waren schnell von unserer Arbeit begeistert. „Ihre Arbeit und Unterstützung für Kinder und deren Familien ist so großartig, dass unser Entschluss die AETAS Kinderstiftung zu nominieren schnell feststand“, schrieben uns die Mitarbeiter*innen des Münchner Avast-Teams.

Wir sagen Danke für die Unterstützung!

Staatsministerium fördert Hilfsangebot in der Corona-Krise

Die ganze Gesellschaft, aber besonders auch Kinder und Familien werden in der Corona-Krise auf eine harte Probe gestellt: Die derzeitige Situation und der unsichere weitere Verlauf beschäftigen viele Kinder, Familien, Bezugspersonen und Fachkräfte. Themen wie Ängste, eingeschränkte persönliche Freiheit und größere Anspannung, Sorge um nahestehende Menschen, aber auch schwere Erkrankungen oder Todesfälle im persönlichen Umfeld bestimmen nicht nur Medien und Politik, sondern auch viele Gespräche am Frühstückstisch, im Kinderzimmer und unter Gleichaltrigen.

Die AETAS Kinderstiftung bietet von der Corona-Krise betroffenen Kindern, Familien und Fachkräften eine telefonische Krisenberatung. Diese soll mit Tipps und Strategien dabei helfen, besser mit der hohen Anspannung, psychischen Belastung oder großen Sorgen umzugehen, Eskalation vorbeugen oder bei Bedarf gezielt an die geeignete Facheinrichtung vermitteln. Das Beratungstelefon richtet sich an Kinder, Jugendliche, Familien, Bezugspersonen und Fachkräfte aus Bayern.

„Präventive Unterstützung ist der beste Ansatz“

Außerdem stellt die KinderKrisenIntervention der AETAS Kinderstiftung zum Thema „Psychische Akutbelastung für Kinder und Familien durch Corona-Krise, Quarantäne und Isolation“ verschiedene Handreichungen zum Download  zur Unterstützung von Kindern, Bezugspersonen und Fachkräften zur Verfügung.

Bayerns Familienministerin Carolina Trautner will Kinder, Eltern und Fachkräfte in dieser schwierigen Situation unterstützen: „Wenn die gewohnten Strukturen und der sichere Alltag wegfallen, ist dies für Kinder und ihre Bezugspersonen eine belastende Situation. Die Corona-Krise kann auch zu Krisen in Familien führen. Ich freue mich, dass ich die AETAS Kinderstiftung für den Aufbau einer Kinder-Krisen-Intervention und einer Telefonhotline im nächsten halben Jahr mit rund 135.000 Euro unterstützen kann. Denn präventive Unterstützung ist der beste Ansatz, um Eskalation zu verhindern.“

KinderKrisenIntervention kann beraten, orientieren und vermitteln. In diesem Sinne möchten wir Familien, Bezugspersonen und Fachkräfte in dieser herausfordernden Zeit entlasten und unterstützen.

Zu den Handreichungen

Zum telefonischen Beratungsangebot