Onlinebefragung im Projekt „Kurswechsel“ gestartet

KinderKrisenIntervention

Im Rahmen des vom Bayerischen Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales geförderten Projektes „Kurswechsel“ hat die AETAS Kinderstiftung am 22.07.2021 mit einer Onlinebefragung begonnen. Zielgruppe sind alle, die sich in der Krisenintervention, Notfallseelsorge oder ähnlichen akut versorgenden Systemen engagieren.

Der Link zur Umfrage finden Sie hier.

Hintergrund ist der Projektauftrag zur Darstellung und Verbesserung der psychosozialen Versorgung von Kindern, Jugendlichen und deren Bezugssystemen nach bestimmten Gewalttaten.

Der inhaltliche Fokus liegt dabei auf der Versorgung nach Suizid/-versuch sowie versuchter/vollendeter Tötung. Hierbei interessieren uns die Erfahrungen und das Wissen aus Einsätzen der Akutbetreuung von Betroffenen der genannten Gewalttaten.

Als kleines Dankeschön für die Teilnahme an der Befragung lädt die AETAS Kinderstiftung alle Teilnehmenden zu einer kostenfreien Online-Schulung ein. Neben der Vorstellung der Forschungsergebnisse werden Besonderheiten bei der Akutbetreuung von Kindern, Jugendlichen und deren Bezugspersonen nach Indikationen wie Suizid/-versuch oder versuchter/vollendeter Tötung im Fokus dieser Veranstaltung stehen.

Anliegen und Projekthintergrund

Im Jahr 2018 verstarben in Deutschland insgesamt 954.874 Menschen, davon allein 9.396 Personen durch Suizid. Das waren über 25 Personen pro Tag. Die Zahl der Suizidversuche sowie die von den Dachgesellschaften geschätzten Dunkelziffern steigern den Umfang dieser tragischen Thematik um ein Vielfaches. Männer nahmen sich deutlich häufiger das Leben als Frauen. Rund 76 Prozent der Selbsttötungen wurden von Männern begangen. Besonders betroffen ist bei den Männern die Altersgruppe von 50 bis 55 Jahren – ein Lebenszeitraum, in dem vielfach bereits eine Familie gegründet wurde und Kinder und Jugendliche mit im Haushalt leben. Die Forschung belegt vielfältige Auswirkungen dieser tragischen Ereignisse auf das enge soziale Umfeld. Das Anliegen dieses Projektes ist die Versorgung mitbetroffener Kinder und Jugendlicher zu untersuchen, sowie Unterstützungsmöglichkeiten für Betroffene und Fachkräfte aufzuzeigen.

Bitte unterstützen Sie unser Anliegen und nehmen Sie sich die Zeit für unsere Befragung. Weitere Informationen zum Projekt „Kurswechsel“ oder zur KinderKrisenIntervention erhalten Sie auf dieser Website oder unter 089-1598696-0. Gerne können Sie uns unter auch eine E-Mail schreiben.

 

Wir durften endlich wieder klettern gehen!

Eigentlich gehört er zum Jahreskalender der AETAS Kinderstiftung wie Weihnachten und Ostern: unser Klettertag. Nur ist diese Veranstaltung nicht nur pandemie-, sondern auch wetteranfällig. Deswegen mussten wir nicht nur im vergangenen Jahr darauf verzichten. 2021 spielte zum Glück alles mit: die Inzidenzzahlen und das Wetter.

So ging es am 3. Juli für drei Betreuer*innen der Kinderstiftung mit sechs Familien in den Kletterwald Vaterstetten. Anders als üblich nahmen die acht Kinder mit ihren „eigenen Großen“ daran teil – um die Corona-Regeln einzuhalten, kletterten sie mit Erwachsenen aus ihrem Haushalt, nicht mit Fachkräften der Kinderstiftung. Auch konnten wir leider nicht so viele Familien mitnehmen, wie gerne teilgenommen hätten. Das bedauern wir für die Daheimgebliebenen sehr. Der Freude der Mitgefahrenen tat es  keinen Abbruch. Hoch in den Bäumen erprobten sich die Großen und die Kleinen, professionell ausgerüstet und gesichert mit Helm und „Ropeglider“.

Alle genossen Tag und wir hoffen, dass es auch 2022 wieder heißen kann:

„Wir wollen hoch hinaus!“

Großzügige Unterstützung durch Moving Child

Kinder- und Jugendhilfe, Erziehung und Bildung gehören zu den Satzungszwecken der Moving Child gGmbH. „Unterstützung von Traumabewältigung von Kindern und deren Eltern“ nennt die Satzung der Stiftung ausdrücklich als ihren Zweck, und damit war das „Match“ von Moving Child und AETAS Kinderstiftung perfekt: Macht doch die Unterstützung von Kindern und Familien nach potenziell traumatisierenden Erlebnissen die Arbeit der AETAS Kinderstiftung aus.

Über einen Zeitraum von drei Jahren fördert Moving Child die KinderKrisenIntervention der AETAS Kinderstiftung. Gefördert werden dabei eine Personalstelle und ein ganz besonderes Anliegen: eine Nachhilfe-Unterstützung. Nach einem traumatischen Ereignis kämpfen Kinder oft mit Problemen in der Schule. Sie können sich nur schwer konzentrieren, ihre schulischen Leistungen lassen nach. Dies belastet die Kinder zusätzlich zu ihren ohnehin schon einschneidenden Erlebnissen. Viele Familien können sich aber Einzel-Nachhilfeunterricht nicht leisten. Moving Child fördert deshalb zusätzlich drei Jahre lang nach Bedarf Einzel-Nachhilfeunterricht für Kinder, die von der AETAS Kinderstiftung begleitet werden.

„Wir freuen uns sehr über diese großzügige Förderung. Damit leistet Moving Child einen wertvollen Beitrag, um auch in Zukunft akut traumabelastete Kinder und Jugendliche und deren Familien schnell und kostenfrei unterstützen zu können“, sagt Florian Rauch, Geschäftsführer der AETAS Kinderstiftung.

Mehr über Moving Child erfahren Sie hier (externer Link).

Stellenanzeige: Traumafachberater*in gesucht

Die AETAS Kinderstiftung sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt
eine*n Traumafachberater*in für Montag bis Freitag mit 35-40 Wochenstunden.

Die AETAS Kinderstiftung begleitet, betreut und berät traumabelastete Kinder/Jugendliche sowie ihre persönlichen und professionellen Bezugspersonen nach hochbelastenden Lebensereignissen. Wir arbeiten nach dem Grundkonzept der Aufsuchenden Psychosozial-Systemischen Notfallversorgung (APSN).

Für unser Projekt mit den Schwerpunkten Screening, Psychoedukation, belastungs-, trauer-, oder traumaspezifische Stabilisierung und Familienberatung suchen wir zum nächstmöglichen
Zeitpunkt eine*n Mitarbeiter*in für die Akut- und Regelversorgung sowie Unterstützung der Bereiche Datenbank, Verwaltung und Veranstaltungen.

Wir wünschen uns

  • Entweder Hochschulabschluss mit sozial-/humanwissenschaftlicher Ausrichtung und psychosoziale Praxiserfahrungen
    oder qualifizierten Berufsabschluss im psychosozialen Bereich (mind. 3-jährige Berufsausbildung) und mind. 3-jährige Berufstätigkeit im psychosozialen Bereich
  • Anerkannte beraterische oder therapeutische Zusatzausbildung oder Bereitschaft diese zu erwerben
  • Traumaspezifische Weiterbildung oder Bereitschaft diese zu erwerben
  • Erfahrung in der niederschwelligen Beratung von Kindern und Erwachsenen
  • Bereitschaft das Beratungsmodell APSN zu erlernen und umzusetzen
  • Bereitschaft aufsuchend zu arbeiten und im Durchschnitt ein Bereitschaftswochenende pro Monat zu übernehmen
  • Hohes Maß an psychischer Stabilität und Bereitschaft sich auf unsere Hauptberatungsthemen wie Sterben, Tod, Gewalt und aktuelle Krisen einzulassen
  • Flexibilität und Teamfähigkeit sowie Bereitschaft zu weiterführender Qualifizierung
  • Interesse an einer langfristigen Zusammenarbeit

Wir bieten u. a.

  • Möglichkeit zum eigenverantwortlichen Arbeiten
  • Mitarbeit in einem erfahrenen Fachteam
  • Supervision
  • Möglichkeit zur weiterführenden Qualifizierung (Eine abgeschlossene Zusatzausbildung in Fachberatung – Psychotraumatologie, anerkannt von der Deutschsprachigen Gesellschaft für Psychotraumatologie (DeGPT) und der Bundesarbeitsgemeinschaft Traumapädagogik (BAG), ist bei der Einstellung nicht zwingend erforderlich, muss aber mit Arbeitsbeginn nachgeholt werden.)

Bitte richten Sie Ihre Bewerbung vorzugsweise in elektronischer Form an

AETAS Kinderstiftung
Dantestr. 29
80637 München

Weitere Informationen erteilt Ihnen gerne
Frau Tita Kern, Tel.: 089- 159 86 960