Als Gewinnerin des Penny Förderkorbs stand die AETAS Kinderstiftung beim Online-Voting des Discounters zur Wahl: Unter den jeweiligen drei Nachbarschafts-Gewinnern des Penny Förderkorbs wurde ein Sieger bestimmt. Mit Ihrer Stimme haben wir es geschafft, am Ende der Abstimmung vorne zu liegen!

Der Discounter fördert mit der Aktion lokale gemeinnützige Organisationen, die sich im Bereich Kinder- und Jugendförderung engagieren. Eine Jury hat uns im Juni als einen der Förderkorb-Gewinner der hiesigen „Nachbarschafts-Region“ ausgewählt. Wir freuen uns bereits über ein Preisgeld von 2222,22 Euro. Nun geht es in die nächste Runde. Der Abstimmungssieger erhält ein Jahr lang die Spenden des Förderpenny in seiner Region. Förderpenny bedeutet: Wenn die Kunden an der Kasse „Stimmt so!“ sagen, wird der Cent-Betrag auf den nächsten Zehner aufgerundet. Der überschüssige Cent-Betrag wird zur Förderpenny-Spende. Die Höhe der Spendensumme hängt also vom Förderpenny-Aufkommen in den Filialen der Region ab.

Wir danken allen, die uns mit ihren Klicks unterstützt haben! 

 

Es ist einer der ältesten und bedeutendsten Sozialpreise in Deutschland: der HanseMerkur Preis für Kinderschutz. Die AETAS Kinderstiftung gehört in diesem Jahr zu den Preisträgern und wurde am 20. Juni bei der Verleihung in Hamburg mit dem mit 10.000 Euro dotierten Anerkennungspreis ausgezeichnet.

Bei der Preisverleihung durfte Tita Kern den Dank im Namen aller Preisträger aussprechen. Sie traf den Ton und fand Worte, die das Publikum tief berührten:

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Die Jury des Preises würdigte die KinderKrisenIntervention der AETAS Kinderstiftung als ein herausragendes Projekt: „Die AETAS Kinderstiftung hat einen Stabilisierungsanker für Situationen ausgeworfen, der Kindern und Jugendlichen hilft, wenn ihre Welt aus den Fugen gerät.“ Der Jury gehörten unter anderen an: Heinz Hilgers, Präsident des Deutschen Kinderschutzbundes, Georg Graf Waldersee, Vorsitzender des Deutschen Komitees für Unicef, Prof. Dr. Michael Schulte-Markwort, Klinikdirektor am Universitätsklinikum Hamburg Eppendorf, Prof. Dr. Sabine Walper, Präsidentin der Deutschen Liga für das Kind.

Wie erklärt man einem Vierjährigen, dass die Mutter, die eben noch lachend auf dem Spielplatz mit dem Kind herumgetollt hat, nie wiederkommt? Wie kann die Rückkehr zur Normalität gelingen, wenn dieses doch schier unmöglich scheint? Seit 2013 nimmt sich die AETAS Kinderstiftung dieser Jungen und Mädchen im Alter zwischen 0 und 17 Jahren im Großraum München an. Sie hat es sich zum Ziel gesetzt, Kinder und Jugendliche nach einem einschneidenden Ereignis zu betreuen, um spätere psychische Erkrankungen zu verhindern. So leistet die AETAS Kinderstiftung professionelle KinderKrisenIntervention nach einem eigens entwickelten Konzept der Aufsuchenden Psychosozial Systemischen Notfallversorgung (APSN).

Auf der Preisverleihung erläuterte Tita Kern das Konzept vor der Kamera:

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„Sorge für Kinder ist Vorsorge für die Zukunft“, lautet das Motto des HanseMerkur Preises für Kinderschutz. Dieser Leitsatz gilt uneingeschränkt auch für die AETAS Kinderstiftung, bei deren Arbeit Prävention im Mittelpunkt steht.

Die Auszeichnung erfüllt uns mit Stolz und Freude!

Der Alltag an einer Schule kann auf vielfältige Weise aus den Fugen geraten. Der Tod einer Lehrkraft, eines Schülers oder einer Schülerin betrifft alle, die mit der Einrichtung zu tun haben. Ein Unglücksfall in der Schule oder bei einer schulischen Unternehmung verstört eine ganze Gruppe. Ein Amoklauf soll an keiner Schule vorkommen – doch wenn er eintritt, müssen Schulleitung und Lehrkräfte Verantwortung übernehmen und brauchen Handreichungen.

Zu diesem Zweck haben die evangelische und die katholische Kirche in Bayern gemeinsam ein Notfallhandbuch Schule erarbeitet. Dabei war auch das Expertenwissen der AETAS Kinderstiftung gefragt. Tita Kern und Simon Finkeldei, die fachliche Leitung der AETAS Kinderstiftung, geben in ihren Beiträgen „Trauma und Traumafolgestörung“ und „Trauer“ hilfreiches Hintergrundwissen an die Verantwortlichen im „System Schule“ weiter.

Die Literaturhinweise des Handbuchs enthalten das Buch „Wie Kinder trauern – Ein Buch zum Verstehen und Begleiten“ von Tita Kern, Nicole Rinder und Florian Rauch sowie das Buch „Damit aus Trauma Trauer wird – Weiterleben nach dem Suizid eines nahestehenden Menschen“ von Nicole Rinder und Florian Rauch.

Die Tribute to Bambi-Stiftung fördert Kinder- und Jugendhilfsprojekte in ganz Deutschland. 2018 wurde die AETAS Kinderstiftung als Förderprojekt ausgewählt. Bei der Tribute to Bambi-Gala am 18. Oktober in Berlin vertraten die fachliche Leiterin Tita Kern und Initiatorin Nicole Rinder die AETAS Kinderstiftung.

Patricia Riekel, Vorstandsvorsitzende der Tribute to Bambi-Stiftung, sagt über ihre Stiftung: „Bambi hilft Kindern! Wir nutzen die Bekanntheit und Strahlkraft des Medienpreises Bambi, um Missstände sichtbar zu machen. Denn auch in Deutschland gibt es Krankheit, Traumatisierung und Vernachlässigung bei Kindern und Jugendlichen – mehr als oft bekannt ist.“

Unter dem Motto „Bambi hilft Kindern“ riefen Patricia Riekel und Burda-Vorstand Philipp Welte 2001 das Charity-Ereignis Tribute to Bambi ins Leben. 2006 nahm die Tribute to Bambi-Stiftung ihre ganzjährige Arbeit auf und ist seit 2010 Trägerin des DZI-Spendensiegels. Für 2018 hat die Stiftung in einem aufwändigen Auswahlprozess neun Kinder- und Jugendhilfsprojekte in ganz Deutschland ausgewählt, die in diesem Jahr unterstützt werden – die AETAS Kinderstiftung ist eines davon. Die Tribute to Bambi-Stiftung fördert für ein Jahr eine Personalstelle im Bereich Akut- und Regelbegleitung.

Wir sagen danke für die Unterstützung!

Der Termin ist nicht wegzudenken aus dem Kalender der AETAS Kinderstiftung: Wenn das Jahr zu Ende geht, kommen Kinder, die Tragisches erleben mussten, und ihre Familien beim Lichterfest zusammen. Gemeinsam lassen sie das Jahr noch einmal vorüberziehen, verabschieden sich und sammeln Licht und Wärme für die dunkle Jahreszeit.

In diesem Jahr war das Lichterfest besonders gut besucht. 78 Gäste kamen in die Trauerhalle von AETAS Lebens- und Trauerkultur, darunter 42 Kinder. Elf Betreuer aus dem Team der AETAS Kinderstiftung gestalteten das Fest.

Der Schauspieler Manuel Boecker – für die AETAS Kinderstiftung erst vor einigen Wochen beim Wochenende für Theater-Heldinnen im Einsatz – inszenierte mit dem Team der AETAS Kinderstiftung liebevoll ein kleines Theaterstück, das den Nachmittag eröffnete. Den Besuchern früherer Lichterfeste waren die fünf Mäusefreunde schon bekannt. In diesem Jahr trafen sich die fünf mit ihren Erinnerungsstücken vom zu Ende gehenden Jahr. Doch eine von ihnen schleppte schwer an einer Menge Dingen. Die Freunde halfen ihr beim Abschiednehmen von den Gegenständen. Die Maus erlebte, wie sie körperlich freier und im Herzen reicher fühlte. Am Ende teilten die fünf ihre Erinnerungen in Erzählungen.

Vom Lichterfest sollen die Teilnehmer schöne Erinnerungen, aber auch einen Gegenstand mit nach Hause nehmen: Ein Licht für die dunkle Jahreszeit. Dieses wurde nach dem Theaterstück gebastelt. Mit Fingerabdrücken und Zeichnungen gestalteten die Teilnehmer ihre individuellen Laternen.

Den Abschluss bildete das Jahresritual des Lichterfests: Jeder Teilnehmer durfte eine Kerze anzünden und in den Schalen der Trauerhalle schwimmen lassen. So blieben Dutzende Lichtlein da. Lichtlein für einen Abschied, eine Erinnerung, einen Wunsch, ein Geheimnis, einen Dank …

 

„Die verschwundenen Farben von Milep“ lautet der Titel des Roman-Exposés, das am Sonntagmorgen als bleibendes Ergebnis des TheaterSpielWochenendes der AETAS Kinderstiftung feststand. Die Fantasy-Geschichte mit realen Elementen erarbeiteten neun Jugendliche mit traumatischen Lebenserfahrungen. Sie brachten dabei ihre belastenden Erlebnisse mit ein, aber auch die Erfahrung, Wege aus der Krise finden zu können. Das Roman-Exposé mitsamt Bildern vom Wochenende erhielten die Teilnehmerinnen zum Abschluss als Erinnerungsbuch.

Noch wichtiger als dieses materielle Ergebnis des Wochenendes waren jedoch die Erfahrungen, die die jungen Frauen mit nach Hause nehmen konnten. Die Schauspieler und Theaterpädagogen Manuel Boecker und Ute Reibert leiteten die neun Teilnehmerinnen an und zeigten ihnen, wie Geschichten entstehen, halfen ihnen, Charaktere zu entwickeln und auf vielfältige Weise darzustellen. Die Teilnehmerinnen machten begeistert mit. Sie improvisierten und erlebten dabei das Gefühl, gemeinsam auf der Bühne zu stehen. Sie spürten die Energie der Gruppe und folgten mit Mut und Freude ihren Impulsen. Dabei konnten sie schmerzhafte Erfahrungen auf neue Art betrachten, Gefühlen Raum geben und in neue Rollen schlüpfen.

Diese anspruchsvolle kreative Arbeit brauchte natürlich einen Ausgleich: Bei der Geo-Caching-Tour am Samstagabend machten sich vier Gruppen voller Enthusiasmus in den Wald auf. Die elektronische Schnitzeljagd war das Highlight des Rahmenprogramms und brachte neun erfolgreiche Schatzsucherinnen hervor.

Am Ende des Workshops standen per Urkunde ausgezeichnete Theater-Heldinnen und sechs zufriedene Betreuer.

 

„Wie weit kann ich gehen?“, lautete die entscheidende Frage beim Klettertag, den die AETAS Kinderstiftung zusammen mit dem Polizeiverein Münchner Blaulicht e. V. und unterstützt von „Ein Herz für Kinder“ veranstaltete. Schaffe ich überhaupt den ersten Höhenmeter? Oder am Ende gar 14? Ist das, was ich am Anfang für kinderleicht hielt, am Ende zu schwierig? Oder gelingt mir etwas, das ich mich zunächst gar nicht getraut habe? 25 Begleiter halfen den 36 Kindern im Mai im Kletterwald Vaterstetten dabei, ihre Grenzen kennenzulernen und auszuloten. In kleinen Gruppen von drei bis vier Kindern mit jeweils zwei Begleitpersonen fanden die Teilnehmer schnell zueinander. Die Kinder, die einander vorher überwiegend nicht gekannt hatten, unterstützten sich gegenseitig und machten einander Mut.

Mit Sicherheitsgurt und durchgehend eingehängter Seilsicherung war jeder Teilnehmer gefahrlos unterwegs. Doch selbst so abgesichert, sieht die Welt hoch oben in den Bäumen ganz anders aus: Ohne festen Boden unter den Füßen, auf schmalen Seilen, in teils luftigen Höhen, der nächste Tritt nur eine wacklige kleine Fläche über dem Nichts … Mit solch ungewohnten Herausforderungen konnte jeder Teilnehmer sich selbst ein bisschen besser kennenlernen. Wer eine Pause brauchte oder nicht mehr weiterkam, konnte sich abseilen und wurde vom „Bodenpersonal“ betreut. Dieses kümmerte sich um die leibliche, aber auch mentale Stärkung. So war nach einem Zwischenstopp manchmal ein neuer Aufbruch in zuvor scheinbar unerreichbare Höhen möglich.

Grenzen kennenlernen, Ängste überwinden, einander stark machen: Beim Klettertag erlebten alle Teilnehmer unvergessliche Stunden. Wir freuen uns schon jetzt auf den Klettertag 2019!

Krisenintervention | AETAS Kinderstiftung | CSU-Fraktion | Scheckübergabe | Bernhard SeidenathV. l. n. r.: Dr. Ute Eiling-Hütig, Bernhard Seidenath, Florian Rauch, Tita Kern, Helmut Radlmeier, Simon Finkeldei – Foto: Oliver Neumann

Eine große Summe für die KinderKrisenIntervention: Die AETAS Kinderstiftung erhält für ihre Arbeit 270.000 Euro aus der so genannten Fraktionsreserve der CSU-Landtagsfraktion. Den symbolischen Scheck überreichten die Landtagsabgeordneten Ute Eiling-Hütig, Helmut Radlmeier und Bernhard Seidenath am 17. April Geschäftsführer Florian Rauch und den fachlichen Leitern Tita Kern und Simon Finkeldei. „Damit können wir in Zukunft noch mehr Kindern in seelischer Not beistehen und professionelle Unterstützung anbieten“, sagt Geschäftsführer Florian Rauch.“

„Gut angelegtes Geld“

Stellvertretend für den Arbeitskreis Gesundheit und Pflege würdigte Bernhard Seidenath die Arbeit der AETAS Kinderstiftung: „Verletzte Kinderseelen leiden oft ein Leben lang. Die KinderKrisenIntervention der AETAS-Kinderstiftung versucht, möglichst direkt nach dem Ereignis anzusetzen, und unterstützt Kinder und Jugendliche, die akut schwerste Psychotraumata erlebt haben, beispielsweise den Suizid eines Elternteils in der Wohnung oder den Amoklauf in München im Juli 2016.“ Zwar gebe es betroffene Kinder, die ein solches Trauma ohne therapeutische Hilfe bewältigen, aber viele gerieten in die Gefahr, eine posttraumatische Belastungsstörung zu entwickeln, an deren Folgen sie unter Umständen lebenslang leiden.

„Die Mitarbeiter der AETAS-Kinderstiftung nehmen sich innerhalb sehr kurzer Zeit eines jeden Kindes an, beraten, begleiten und unterstützen es bei der Alltagsbewältigung nach dem Ereignis. Wenn nötig, wird die weitere Betreuung organisiert bzw.  während einer möglichen Wartezeit auf einen Therapieplatz die weitere Unterstützung gewährleistet“, so Seidenath. Dies ergänze in wunderbarer Weise die Krisendienste, die durch das neue Psychisch-Kranken-Hilfe-Gesetz eingerichtet werden. „Mit den 270.000 Euro wird geholfen. Es ist gut angelegtes Geld“, erklärte Seidenath gemeinsam mit seinen Landtagskollegen Eiling-Hütig und Radlmeier.

Fester Bestandteil des Alarmplans der Rettungsdienste

Im Rahmen eines Runden Tisches des bayerischen Gesundheitsministeriums waren sich im vergangenen Sommer alle Teilnehmer darüber einig, dass die KinderKrisenIntervention der AETAS Kinderstiftung ein in dieser Form einzigartiges Hilfsangebot darstellt, das keinem der vorhandenen Hilfssysteme – Krankenkassen, Krisendienste, Jugendhilfe – eindeutig zugeordnet werden kann. Gleichwohl ist die AETAS Kinderstiftung mittlerweile fester Bestandteil des Alarmplans der Rettungsdienste in München. Sie wird in besonderen Lagen mit betroffenen Kindern alarmiert und ist in diesen Fällen schon in der akuten Krisenintervention speziell für Kinder und Jugendliche aktiv. Über die akute Krisenintervention hinaus leistet sie ein intensives, hochindividuelles Betreuungsangebot.

„Das Geld wird uns dabei helfen, den Regelbetrieb unserer wichtigen Arbeit zu stabilisieren und auszubauen“, sagt Florian Rauch. Denn die Hilfsangebote der AETAS Kinderstiftung sind für die Betroffenen kostenlos und werden aus Spenden finanziert. Dabei ist die Zahl der betreuten Kinder in den vergangenen Jahren stark gestiegen. Im Jahr 2017 waren 539 betroffene Kinder in Kontakt mit der AETAS Kinderstiftung. „Die AETAS Kinderstiftung schließt eine Lücke in der Versorgung traumabelasteter Kinder“, sagt Florian Rauch.

Für viele Kinderstiftungs-Familien ist es ein liebgewonnenes Wiedersehen geworden: Wenn das Jahr sich dem Ende zuneigt, lädt die AETAS Kinderstiftung zum Lichterfest. 67 Gäste aus 25 Familien kamen in die Trauerhalle von AETAS Lebens- und Trauerkultur und sammelten gemeinsam mit elf Mitarbeitern der AETAS Kinderstiftung Licht und Wärme für die dunkle Jahreszeit.

Das Team der AETAS Kinderstiftung eröffnete den Nachmittag mit einem von dem Schauspieler Manuel Boecker liebevoll inszenierten kleinen Theaterstück über eine Mäusefamilie, der Schlimmes widerfährt. Nach der ersten Verzweiflung raufen sich die Mäuse zusammen, machen sich gemeinsam auf den Weg und helfen einander. Am Ende mussten sie zwar etwas Liebes und Vertrautes hinter sich lassen, haben aber festgestellt, dass man mit Kraft und Mut und guten Freunden auch etwas neues Schönes entdecken kann.

Das Licht für die dunkle Jahreszeit wurde in diesem Jahr in Form einer Laterne gebastelt. Die Folien der Laterne konnte jeder Teilnehmer mit den Farben und Erinnerungen schmücken, die er mit in den Frühling und ein neues Jahr nehmen will. Am Ende konnte jeder seine ganz individuelle, selbst gestaltete Laterne mit nach Hause nehmen.

Nach Hause ging es aber erst nach dem Jahresritual des Lichterfests: Jeder Teilnehmer durfte eine Kerze anzünden und in den Schalen der Trauerhalle schwimmen lassen. So blieben Dutzende Lichtlein da. Lichtlein, die stehen für einen Abschied, eine Erinnerung, einen Wunsch, ein Geheimnis, einen Dank …

Die AETAS Kinderstiftung hat von der Nacht am 22. Juli 2016 an Opfer des Amoklaufes betreut.

Im Laufe der Wochen und Monate unterstützte die AETAS Kinderstiftung insgesamt 350 Personen. Insbesondere begleitete die AETAS Kinderstiftung 65 Kinder, die vom Amoklauf unmittelbar betroffen waren. Darunter waren Jugendliche, die mit ansehen mussten, wie andere Menschen neben ihnen erschossen wurden, die selbst in Lebensgefahr waren und um ihr Leben rannten, Kinder, die auf der Flucht von ihren Eltern getrennt wurden und Angst hatten. Noch heute betreuen wir einige der betroffenen Kinder.

Der Jahrestag des Amoklaufs belastete die betroffenen Familien schwer. Der Umgang mit dem Jahrestag stand über Wochen im Mittelpunkt der Arbeit mit den Familien. Die Jahreszeit, das Datum, die Berichterstattung der Medien, das Bewusstsein, nun seitdem jeden Tag im Jahr einmal erlebt zu haben, wühlte die Menschen auf.

Für mehrere Medien war der Jahrestag Anlass, um über die Arbeit der AETAS Kinderstiftung zu berichten. Besonders ausführlich tat dies die „Süddeutsche Zeitung“ in der Print-Ausgabe vom 22./23. Juli mit dem Artikel „Innehalten, weitergehen“.
(Lesen Sie hier die Online-Ausgabe des Artikels.)

Heute.de ließ sich von Simon Finkeldei, stellvertretender fachlicher Leiter der Stiftung, erläutern, wie traumatische Erlebnisse auf Menschen wirken.

Das Anzeigenblatt „hallo München“ berichtete über die „Heilung für verletzte Seelen“.

Und in einem Nachrichtenbeitrag des ZDF erklärte Simon Finkeldei die Wirkung des Jahrestags auf Betroffene.