Die Stiftung des tschechischen Cybersicherheitsunternehmens Avast, die Avast Foundation, unterstützt die AETAS Kinderstiftung. Es ist ein großzügiger Betrag, welcher der Akut- und Regelberatung der AETAS Kinderstiftung zugute kommt. Die Akut- und Regelberatungen sind das Herzstück der Arbeit der AETAS Kinderstiftung. Hier leisten wir professionelle KinderKrisenIntervention nach einem eigens entwickelten traumaspezifischen Frühinterventionsansatz.

In dem Programm „Together with Employees“ („Gemeinsam mit den Mitarbeitern“) dürfen die Mitarbeiter des tschechischen Cybersicherheitsunternehmens Avast eine Initiative auswählen, die von der Avast-Stiftung unterstützt wird. 

Die Mitarbeiter der Münchner Niederlassung des Unternehmens hatten den Wunsch, Kinder und Jugendliche in der Region München zu unterstützen. Bei der Suche wurden sie auf AETAS Kinderstiftung aufmerksam und waren schnell von unserer Arbeit begeistert. „Ihre Arbeit und Unterstützung für Kinder und deren Familien ist so großartig, dass unser Entschluss die AETAS Kinderstiftung zu nominieren schnell feststand“, schrieben uns die Mitarbeiter*innen des Münchner Avast-Teams.

Wir sagen Danke für die Unterstützung!

Als Preisträgerin des HanseMerkur Preis für Kinderschutz ist die AETAS Kinderstiftung für den Deutschen Engagementpreis nominiert. Wir standen zur Wahl beim Publikumspreis, und wie der Name schon sagt: Das Publikum entscheidet über den/die Preisträger*in. Die Abstimmung wurde online abgehalten und am 27. Oktober beendet.

Die Preisträger*innen werden am 3. Dezember bekanntgegeben.

Wir danken Ihnen von Herzen fürs Mitmachen!

 

KinderKrisenIntervention

Im Rahmen des vom Bayerischen Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales geförderten Projektes „Kurswechsel“ haben Mitarbeitende der KinderKrisenIntervention der AETAS Kinderstiftung mit den Befragungen begonnen. Hintergrund ist der Projektauftrag zur Darstellung und Verbesserung der psychosozialen Versorgung von Kindern, Jugendlichen und deren Bezugssystemen nach bestimmten Gewalttaten.

Während der Erhebungsphase werden sowohl telefonisch als auch online Befragungen bei verschiedenen Einrichtungen und Institutionen durchgeführt. Hierbei geht es vor allem darum zu erheben, an welcher Stelle von selbstbezogener und/oder interpersoneller Gewalt betroffene Kinder, Jugendliche und deren Bezugssysteme frühe und spezifische Hilfen erhalten können. Der inhaltliche Fokus liegt dabei auf der Versorgung nach Suizid und Suizidversuch sowie versuchter und vollendeter Tötung.

Anliegen und Projekthintergrund

Im Jahr 2018 verstarben in Deutschland insgesamt 954.874 Menschen, davon allein 9.396 Personen durch Suizid. Das waren über 25 Personen pro Tag. Die Zahl der Suizidversuche sowie die von den Dachgesellschaften geschätzten Dunkelziffern steigern den Umfang dieser tragischen Thematik um ein Vielfaches. Männer nahmen sich deutlich häufiger das Leben als Frauen, rund 76 Prozent der Selbsttötungen wurden von Männern begangen. Besonders betroffen ist bei den Männern die Altersgruppe von 50 bis 55 Jahren – ein Lebenszeitraum, in dem vielfach bereits eine Familie gegründet wurde und Kinder und Jugendliche mit im Haushalt leben. Auf diese Weise erhält diese selbstbezogene Form von Gewalt auch eine interpersonelle Dimension.

Bitte unterstützen Sie unser Anliegen und nehmen Sie sich die Zeit für unsere Befragungen, sollten Sie als Einrichtung in den kommenden Wochen einen Anruf von unseren Interviewer*innen erhalten. Die zufällig ausgewählten Telefonanfragen sind am 14. September 2020 gestartet.

 

Die ganze Gesellschaft, aber besonders auch Kinder und Familien werden in der Corona-Krise auf eine harte Probe gestellt: Die derzeitige Situation und der unsichere weitere Verlauf beschäftigen viele Kinder, Familien, Bezugspersonen und Fachkräfte. Themen wie Ängste, eingeschränkte persönliche Freiheit und größere Anspannung, Sorge um nahestehende Menschen, aber auch schwere Erkrankungen oder Todesfälle im persönlichen Umfeld bestimmen nicht nur Medien und Politik, sondern auch viele Gespräche am Frühstückstisch, im Kinderzimmer und unter Gleichaltrigen.

Die AETAS Kinderstiftung bietet von der Corona-Krise betroffenen Kindern, Familien und Fachkräften eine telefonische Krisenberatung. Diese soll mit Tipps und Strategien dabei helfen, besser mit der hohen Anspannung, psychischen Belastung oder großen Sorgen umzugehen, Eskalation vorbeugen oder bei Bedarf gezielt an die geeignete Facheinrichtung vermitteln. Das Beratungstelefon richtet sich an Kinder, Jugendliche, Familien, Bezugspersonen und Fachkräfte aus Bayern.

„Präventive Unterstützung ist der beste Ansatz“

Außerdem stellt die KinderKrisenIntervention der AETAS Kinderstiftung zum Thema „Psychische Akutbelastung für Kinder und Familien durch Corona-Krise, Quarantäne und Isolation“ verschiedene Handreichungen zum Download  zur Unterstützung von Kindern, Bezugspersonen und Fachkräften zur Verfügung.

Bayerns Familienministerin Carolina Trautner will Kinder, Eltern und Fachkräfte in dieser schwierigen Situation unterstützen: „Wenn die gewohnten Strukturen und der sichere Alltag wegfallen, ist dies für Kinder und ihre Bezugspersonen eine belastende Situation. Die Corona-Krise kann auch zu Krisen in Familien führen. Ich freue mich, dass ich die AETAS Kinderstiftung für den Aufbau einer Kinder-Krisen-Intervention und einer Telefonhotline im nächsten halben Jahr mit rund 135.000 Euro unterstützen kann. Denn präventive Unterstützung ist der beste Ansatz, um Eskalation zu verhindern.“

KinderKrisenIntervention kann beraten, orientieren und vermitteln. In diesem Sinne möchten wir Familien, Bezugspersonen und Fachkräfte in dieser herausfordernden Zeit entlasten und unterstützen.

Zu den Handreichungen

Zum telefonischen Beratungsangebot

 

Die psychosoziale Notfallversorgung für Kinder und Jugendliche nach Katastrophen und anderen schwerwiegenden Ereignissen war Thema des Forschungsprojektes „Kind und Katastrophe“. Von Oktober 2016 bis Februar 2020 forschte das Team um Prof. Dr. Harald Karutz von der Medicalschool Hamburg dazu, was Kinder und Jugendliche in solchen Situationen brauchen und wie sich Einsatzkräfte gut darauf vorbereiten können.

Die AETAS Kinderstiftung begleitete den Forschungsprozess: Die fachliche Leitung Tita Kern und ihr Stellvertreter Simon Finkeldei waren über den gesamten Zeitraum als beratende Expert*innen für den projektbegleitenden Arbeitskreis geladen.

Die nun in Bonn vorgestellten abschließenden Projektergebnisse bestätigen den fachlichen Ansatz und die Arbeit der AETAS Kinderstiftung. Es wurde deutlich, dass der Blick auf das gesamte Familien- und Bezugssystem von Kindern und Jugendlichen nach belastenden Ereignissen ein wichtiges Kernelement der Versorgung ist. Denn auch die „Großen“ brauchen in diesen Situationen Hilfe, um den „Kleinen“ beistehen zu können. Als ebenso elementar hat sich die ganzheitliche zeitliche Perspektive von der Akut- bis zur mittel- und langfristigen Versorgung bei der Verarbeitungsunterstützung herausgestellt. Die nachhaltige Versorgung ist seit jeher ein zentrales Element im Konzept der AETAS Kinderstiftung: Zehn Tage werden die Kinder im Rahmen der Akutberatungen intensiv betreut, bis zu einem Jahr anschließend in der Regelberatung.

Gefördert wurde das Projekt durch das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe bzw. das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat. Ergebnisse und weitere Informationen sind unter www.kikat.de zu finden.

„Kreativität bedeutet, etwas durch dich in Erscheinung treten zu lassen.“ Mit diesem Motto waren elf Kinder und Jugendliche im Alter von zwölf bis sechzehn Jahren und sechs Team-Mitglieder der AETAS Kinderstiftung am 15. November von München aus zum Irmengard-Hof am Chiemsee gefahren. Schon bei der Ankunft waren die vier Jungen und sieben Mädchen, die sich vorher nicht gekannt hatten, eine verschworene Gemeinschaft.

Die Kunsttherapeutin Susanne Cullmann leitete die Teilnehmer*innen an und vermittelte ihnen zunächst Zugang zu verschiedenen Maltechniken. Zentrales Element des Wochenendes war dann, die eigene „EinzigART“ zu entdecken und ein Bild zu erschaffen, das etwas mit der eigenen Person zu tun hat. Cullmann zeigte den Mädchen und Jungen, wie sie mit ihrem Atem den Pinsel bewegen und den ganzen Körper in ihr Malen miteinbeziehen. So flossen die Striche befreit auf die Leinwand und formten sich wie von alleine. Die entstandenen Formen und Schnittmengen gestalteten die jungen Künstler nun mit verschiedenen Techniken. Am Ende standen beeindruckende Bilder, wahrhaft einzig-artig und ausdrucksstark.

Die wunderschöne Unterkunft, das gute Essen und die liebenswerten Tiere auf dem Irmengard-Hof rundeten das Wochenende ab. Die ersten Bilder wurden gleich nach der Ankunft zu Hause aufgehängt.

„Ich lauf mit gegen Gewalt“, lautete das Motto des Laufs in Haar, den die Interventionsstelle des Landkreises München am 23. November ausrichtete. Die Interventionsstelle Landkreis München bietet Hilfe und Unterstützung für Frauen und Kinder, die Opfer von häuslicher Gewalt sind.

„Unser Ziel war es, durch den Lauf auf das Tabuthema häusliche Gewalt und unser Beratungsangebot der Interventionsstelle aufmerksam zu machen. Im Schnitt verharrt eine Frau neun Jahre in einer Gewaltbeziehung bis sie den Mut fasst, zu uns zu kommen“, sagt Tanja Böhm, Leiterin der Interventionsstelle.

Häusliche Gewalt belastet auch Kinder und Jugendliche stark. Ein Gewaltausbruch im Elternhaus kann auf Kinder eine traumatische Wirkung haben.  Auch die AETAS Kinderstiftung kennt solche Fälle.

Die Traumafachberater der Interventionsstelle wurden am Trauma Hilfe Zentrum München ausgebildet und lernten dort Tita Kern und Simon Finkeldei von der AETAS Kinderstiftung kennen. Deshalb hatte die Interventionsstelle entschieden, die Einnahmen aus den Startgebühren der AETAS Kinderstiftung zur Verfügung zu stellen.

Dafür sagen wir: Herzlichen Dank!

Gemeinsam mit 17 anderen Organisationen hat die AETAS Kinderstiftung eine Förderung der Münchner Wiesn-Stiftung erhalten. Fast 100.000 Euro hat die Stiftung der Wiesnwirte 2019 zusammengetragen. Die AETAS Kinderstiftung erhielt davon 5000 Euro. Für die AETAS Kinderstiftung nahm Geschäftsführer Florian Rauch den Scheck von Wirte-Sprecher Peter Inselkammer entgegen.

„Ich bedanke mich bei allen, die mitgeholfen haben, diese 97.991 Euro zusammenzubringen“, sagte Oberbürgermeister Dieter Reiter. Die Wiesn-Stiftung wurde 1999 von den Wiesnwirten sowie den auf dem Oktoberfest vertretenen Brauereien ins Leben gerufen. Zweck der Stiftung ist es, Bedürftige und Sozialeinrichtungen in München, die sich um Bedürftige kümmern, zu unterstützen. Zu den weiteren geförderten Einrichtungen gehören in diesem Jahr unter anderen die Münchner Tafel, die Stiftung Ambulantes Kinderhospiz München und die Nicolaidis Young Wings Stiftung.

Die AETAS Kinderstiftung wird das Geld für die professionelle KinderKrisenIntervention einsetzen. Damit können wir noch mehr Kindern in Lebensstürmen beistehen. Wir sagen danke für die Unterstützung!

Der Termin ist nicht wegzudenken aus dem Kalender der AETAS Kinderstiftung: Wenn das Jahr zu Ende geht, kommen Kinder, die Tragisches erleben mussten, und ihre Familien beim Lichterfest zusammen. Gemeinsam lassen sie das Jahr noch einmal vorüberziehen, verabschieden sich und sammeln Licht und Wärme für die dunkle Jahreszeit.

In diesem kamen 26 Familien in die Trauerhalle von AETAS Lebens- und Trauerkultur, darunter 35 Kinder. Siebzehn Mitglieder aus dem Team der AETAS Kinderstiftung sorgten in den verschiedensten Funktionen für einen reibungslosen Ablauf des Festes.

Die Schauspieler Manuel Boecker und Ute Reiber inszenierten liebevoll ein kleines Theaterstück, das dieses Jahr eine Besonderheit bot: Zum ersten Mal standen nicht Team-Mitglieder der AETAS Kinderstiftung auf der Bühne, sondern begleitete Kinder. Sie erzählten die Geschichte von den fünf Mäusefreunden, die sich für den Winter rüsten. Mit den gesammelten Sonnenstrahlen, den Farben und den Erinnerungen des vermeintlich faulen Mäusefreundes wird es am Ende allen warm ums Herz. Die Aufführung war das Highlight der Feier, was der begeisterte Applaus der Zuschauer belegte.

Vom Lichterfest sollen die Teilnehmer*innen schöne Erinnerungen, aber auch einen Gegenstand mit nach Hause nehmen: Ein Licht für die dunkle Jahreszeit. Mit Glaswindlichtern und buntem Transparentpapier gestalteten die Teilnehmer*innen ihre individuellen Lichter.

Den Abschluss bildete das Jahresritual des Lichterfests: Alle Teilnehmer*innen durften eine Kerze anzünden und in den Schalen der Trauerhalle schwimmen lassen. So blieben Dutzende Lichtlein da. Lichtlein für einen Abschied, eine Erinnerung, einen Wunsch, ein Geheimnis, einen Dank …

Das erste Kontingent Freikarten reichte nicht: Als die AETAS Kinderstiftung den Besuch der Show „Sông Trang“ im GOP Varieté ausschrieb, meldeten sich so viele interessierte Kinder, dass zusätzliche Karten her mussten. Offenbar war den Kindern schon vor dem Besuch klar, dass sie ein ganz außergewöhnliches Erlebnis erwartete.

Mit einer Gruppe in der Stärke von sechs Fußballmannschaften machte sich die AETAS Kinderstiftung am 15. September auf in das GOP Varieté München: 34 von der Stiftung begleitete Kinder mit 27 erwachsenen Bezugspersonen. Sechs Stiftungsmitarbeiter begleiteten den Ausflug. Die stimmungsvolle Show schlug alle in ihren Bann.

„Die artistische Präzision, die emotionale Wucht und die Achtsamkeit, die dieses Artistenensemble ausstrahlt, ergeben ein ganz besonderes Showerlebnis“, schrieb das GOP in seiner Ankündigung – und versprach damit nicht zu viel. Die einzelnen Szenen entfalteten eine so starke Wirkung und gingen so fließend ineinander über, dass die verzauberten Zuschauer*innen mit ihrem Applaus nicht „stören“ wollten – umso frenetischer fiel dieser am Ende der Aufführung aus.

Auf die restlos begeisterten Kinder wartete am Ende noch ein Highlight: Sie durften ein eigenes Gruppenbild mit den Artisten machen. Das schien für die Künstler keine lästige Pflicht zu sein. Sie waren präsent, ganz bei der Sache und machten mit den Kindern High Five. So ging ein außergewöhnlicher Nachmittag auf ganz besondere Weise zu Ende.

Die AETAS Kinderstiftung sagt:

Danke, GOP!